Strategien als Schlüssel zum Erfolg
Wer an den Aktienmärkten langfristig erfolgreich sein möchte, muss eine Strategie entwickeln und ihr auch über den gesamten Kapitalmarktzyklus treu bleiben. In der Praxis haben sich dabei zwei Strategien als nachhaltig erfolgreich erwiesen: die Value- und die Growth-Strategie.
Diversifikation als Basis
Egal für welche Strategie sich ein Anleger schlussendlich entscheidet, sollte er unbedingt die Grundsätze der Diversifikation berücksichtigen, um das Risiko bei gleicher Renditeerwartung reduzieren zu können. Diversifikation bedeutet nichts anderes als dass Anleger ihr Portfolio nicht einseitig ausstatten dürfen, um alles auf eine Karte zu setzen. Schon der Großmeister Kostolany riet seinen Zuhörern stets: „Lege nie alle Eier in einen Korb!“. Unter Korb werden hier die einzelnen Asset-Klassen wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe verstanden. Dies soll heißen, dass ein Anleger niemals sein komplettes Portfolio ausschließlich mit nur einer Asset-Klasse ausstatten sollte, sondern einen Mix, der sich nach der Risikofreude des Anlegers richtet. Risikoaverse Anleger sollten ihren Aktienanteil zum Beispiel deutlich geringer halten als risikobewußte Anleger. Noch wichtiger als die Diversifizierung in punkto Asset-Klassen ist die Streuung innerhalb der einzelnen Klassen. Die Vorteile einer breiten Streuung sind offensichtlich: Je nachdem, wo sich die Märkte gerade innerhalb des Börsenzyklus befinden, weisen die unterschiedlichen Klassen eine voneinander abweichende Entwicklung auf: Fallen Aktien steigt meist der Goldpreis oder auch Anleihen, genauso wie sie umgekehrt fallen, wenn Aktien steigen.
Value-Strategie
Anleger, die den Value-Ansatz befolgen investieren vornehmlich in Unternehmen, die weitestgehend unabhängig vom konjunkturellen Umfeld sind und deren Geschäftsmodell völlig ausgereift und durch den Markt verifiziert worden ist. Diese Aktien wirken auf den ersten Blick meist langweilig, weil sie auf kurze Sicht in der Regel keine spektakulären Performances aufs Parkett legen. Die Umsätze und Gewinne der Unternehmen steigen meist relativ langsam, aber dafür kontinuierlich. Zudem weisen viele Value-Unternehmen nicht nur per se eine attraktive Dividendenrendite auf, sondern viele Unternehmen steigern ihre Dividende regelmäßig. Die meisten dieser Unternehmen stammen aus Branchen, die Produkte direkt für den Verbraucher herstellen wie zum Beispiel Nahrungsmittel- und Konsumgüterkonzerne.
Growth-Strategie
Der Growth-Ansatz verfolgt eine andere Philosophie als der Value-Ansatz. Hier investieren Anleger vor allem in Unternehmen, die sehr hohe Wachstumsraten aufweisen und teilweise extrem von der Konjunktur abhängig sind. Zudem konnten viele Unternehmen noch nicht zeigen, dass ihr Geschäftsmodell nachhaltig erfolgreich sein wird. Innerhalb dieses Ansatzes gibt es noch einmal zwei unterschiedliche Lager: Die einen, welche in junge Unternehmen aus jungen Branchen investieren und darauf hoffen die nächste Yahoo oder Microsoft zu erwischen. Und die anderen, welche Growth-Aktien nach einem Börsencrash kaufen, um in der Erholungsphase überdurchschnittlich hohe Gewinne einfahren zu können.
Um auch für das Alter ideal vorbereitet zu sein bietet sich eine Riester Rente als Ergänzung zu Ihren Anlagestrategien an.



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